Förderprojekt MoSeS-Pro

Modulare Sensorsysteme für Echtzeit-Prozesssteuerung und smarte Zustandsbewertung für die Industrie 4.0

Im Zukunftsprojekt „Industrie 4.0“ wurde 2015 das innovative Forschungsprojekt MoSeS-Pro vom Bundesministerium für Forschung und Bildung (BMBF) ins Leben gerufen. Kernziel dieses Projektes ist es ein modulares System aus Hard- und Softwarekomponenten zu entwickeln, das den wachsenden Anforderungen von zukünftigen Produktionsanlagen Rechnung trägt. 

Die wesentlichen Ziele des Sensorsystems sind:

  • Höheren Auflösung
  • Deutlich schnellere Signalveraerbeiteung als derzeit verfügbare Sensoren
  • Energieautark und drahtlos vernetzbar
  • evtl. weitere?

Eine hohe Signalverarbeitungskapazität soll die Zustands- und Prozessüberwachung in Echtzeit ermöglichen. Neben einer verbesserten Sensorfunktionalität ist die Erweiterung der Signalauswertung auf einer übergeordneten Steuerung vorgesehen. So sollen zukünftig Fehlfunktionen z.B. eintretender Verschleiß frühzeitig in Form einer smarten Zustandsbewertung (Condition Monitoring) erkannt werden. Dadurch wird es möglich Präventivmaßnahmen zur Sicherung der Anlage automatisiert einzuleiten und eine vorbeugende Instandhaltung der betroffenen Maschinen durchzuführen. Darüber hinaus ist es Ziel, auf Basis von langfristig erfassten Daten, den Lebenszyklus eingesetzter Systemkomponenten zu bestimmen und damit entsprechende Wartungsintervalle sinnvoll zu definieren. Technisch bedeutet dies, dass eine große Anzahl unterschiedlicher Prozess-Signale  (z.B.: Weg, Winkel, Strom, Vibration, Körperschall…) in Echtzeit ausgewertet werden sollen und auf einheitliche Weise dynamisch an einem beliebigem Ort bereit zu stellen. Besonders der erhöhte Anspruch an Auflösung, Vernetzung und beschleunigter Signalverarbeitung ist in diesem Kontext hervor zu heben.

Dieses ambitionierte Projekt erfordert das Zusammenwirken von zahlreichen unterschiedlichen Fachdisziplinen. So werden u.a. neuartige Sensoren, leistungsfähige Verarbeitungs-Elektronik, intelligente Softwaremodule und ausgeklügelte Algorithmen zur Erreichung dieses Ziel benötigt. Das hierzu aufgestellte Projekt Konsortium von MoSeS-Pro besteht aus einer Reihe von innovativen Unternehmen und Institutionen, die mit ihren verschiedenen Fachkompetenzen beitragen um diese interdisziplinäre Aufgabe gemeinsam zu meistern. 

CANWAY, als Spezialist u.a. in der Elektronikentwicklung und dem Prüfstandsbau, entwickelt im Zuge von MoSeS-Pro leistungsfähige Sensorinterfaces, die als zentrales Element innerhalb des Sensorbaukastens fungieren. Diese dienen dazu verschiedenste Signalgrößen in Echtzeit zu erfassen, zu verarbeiten und anschließend in adäquater Form für ein beliebiges Zielsystem zur Verfügung zu stellen. Auf Basis von moderner FPGA-Technologie werden Elektronikmodule entwickelt die eine einfache und vor allem bedarfsorientierte Erweiterung der eigenen Leistungsfähigkeit ermöglichen. So können zukünftig sowohl Signale die keiner aufwendigen Weiterverarbeitung bedürfen als auch Signalgrößen mit hohen Anspruch, zum Beispiel durch aufwendige Filterungen, hohe Datenraten oder notwendiger Daten-Transformation, in einem System aufbereitet werden. Auch die Anzahl und Art der physikalischen Schnittstellen wird wiederum bedarfsorientiert modular anpassbar und erweiterbar sein. Dabei liegt ein Schwerpunkt an der Vielseitigkeit der zu verarbeitenden physikalischen Eingangsgrößen. So sind von simplen analogen Signalgrößen (zum Beispiel Strom, Spannung, Frequenz) über bereits digitalisierte Signale bis hin zu funk-basierten Signalübertragungen an das zurzeit in Entwicklung befindliche CANWAY Sensorinterface keine Grenzen gesetzt. Neben klassischen Sensoren wird auch eine Anbindung von energie-autarken Sensorsystemen (auf Basis von Energy-Harvesting) via Funk-Schnittstelle gegeben sein.

Diese Webseite verwendet Cookies. Cookies werden zur Benutzerführung und Webanalyse verwendet und helfen dabei, diese Webseite besser zu machen. Mehr Infos hier: Datenschutzerklärung